Psychotherapie in Köln

Ich bin Psychologischer Psychotherapeut mit Spezialisierung auf kognitive Verhaltenstherapie und begleite Menschen auf ihrem Weg zu mehr Lebensqualität. In meiner Arbeit ist mir eine störungsspezifische, wissenschaftlich fundierte Herangehensweise wichtig. Ein guter therapeutischer Prozess zeichnet sich nach meiner klinischen Erfahrung durch ein den-Anderen-in-den-Blick-Nehmen und eine ressourcenorientierte und gegenwartsbezogene Vorgehensweise aus.

Hinterfragen alter Muster

Eine Therapie ermöglicht es Ihnen, altbekannte biografische Muster zu erkennen, zu hinterfragen und konkrete, alternative Handlungsmöglichkeiten im Hier und Jetzt zu eröffnen. In meiner Privatpraxis für Psychotherapie und Coaching in Köln arbeite ich verstärkt mit achtsamkeitsbasierten und schematherapeutischen Elementen sowie Techniken der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT). Jede Therapie ist dabei individuell und beinhaltet einen eigenen Prozess des sich Beobachtens, des sich Einlassens, des Hinterfragens, des Ver-rückens sowie des Veränderns.

Als Psychotherapeut in Köln biete ich Ihnen einen geschützten Raum, in dem Sie neue Perspektiven entwickeln und nachhaltige Veränderungen anstoßen können.

Acceptance- und Commitment Therapie (ACT)

Die Acceptance- und Commitment Therapie (ACT) wird der sogenannten „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie zugeordnet. ACT geht davon aus, dass bei psychischen Störungen, wie Depressionen, die kognitive und psychische Flexibilität stark eingeschränkt ist. Im Sinne des ACT-Modells gibt es sechs Anhaltspunkte, um die psychische Flexibilität zu vergrößern:

  • Akzeptanz und Bereitschaft (Annehmen von belastenden und schmerzhaften Erfahrungen)
  • Defusion (Entwickeln einer gedanklichen Distanz zu den eigenen Gedanken)
  • Selbst als Kontext (Beobachten eigener Gedanken und Gefühle)
  • Gegenwärtiger Augenblick (Fokussierung auf den gegenwärtigen Moment)
  • Werte (Erkennen der eigenen Werte, was ist in meinem Leben wichtig)
  • Commitment (Engagiertes Handeln im Einklang mit den eigenen Werten)

In der ACT geht es darum, Vermeidungsverhalten in Bezug auf unangenehme Erlebnisse abzubauen (Acceptance). Gleichzeitig gilt es das eigene Handeln den eigenen Werten auszurichten (Commitment). Weitere Informationen zu ACT finden Sie auf der Seite der Deutschsprachige Gesellschaft für kontextuelle Verhaltenswissenschaften.

Schematherapie

Wie die Acceptance- und Commitment Therapie (ACT) gehört auch die Schematherapie der „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie an. Sie geht davon aus, dass bei psychischen Störungen (z. B. Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen) frühe maladaptive Schemata eine zentrale Rolle spielen. Damit sind tiefgreifende Muster aus Erinnerungen, Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen gemeint, die zumeist in der Kindheit als Reaktion auf nicht erfüllte Grundbedürfnisse entstanden sind. Von Interesse sind diese Schemata, da sie häufig das aktuelle Erleben und Verhalten prägen.

Modus-Modell

In der Regel startet eine schematherapeutische Behandlung mit der Entwicklung eines individuellen Modus-Modells. Das Modell gibt Auskunft wie Sie je nach Situation zwischen verschiedenen «Ich-Zuständen» wechseln, um schnell auf innere oder äußere Schema-Aktivierungen zu reagieren. Folgende Hauptkategorien von inneren Anteilen (sogenannte Modi) werden unterschieden:

  • ungünstige Kind-Modi (z.B. verletztes Kind, wütendes Kind, impulsives/undiszipliniertes Kind)
  • dysfunktionale Eltern-Modi (z.B. strafender Elternmodus, fordernder Elternmodus)
  • Bewältigungs-Modi (z.B. Überkompensation, Vermeidung, Erduldung)
  • gesunde Modi (z.B. gesunder Erwachsenenmodus) 

In der Therapie geht es dann um das Erkennen und Verstehen der aktuell aktivierten Modi. Anhand imaginativer Techniken und Stuhldialoge werden schwierige biografische Situationen korrigierend bearbeitet. Ferner zielt die Schematherapie auch auf eine Verhaltensveränderung im Alltag ab. Ziel der Schematherapie ist es, starre, selbstschädigende Muster allmählich zu lockern, alte Verletzungen emotional zu heilen und flexiblere, selbstfürsorgliche Handlungsweisen aufzubauen.

Weitere Informationen finden auf der Schematherapie-Seite von therapie.de

Für berufliche Themen biete ich in Köln Coaching an – unabhängig von therapeutischen Fragestellungen.

Kontakt

Auf Wunsch kann die Behandlung ganz oder teilweise als Online-Psychotherapie stattfinden.

Sie haben Interesse an einer Psychotherapie?

Häufig gestellte Fragen


Wie sieht die kognitive Verhaltenstherapie bei depressiven Erkrankungen aus?

Die Verhaltenstherapie ist eine der wirksamsten Behandlungsmethoden bei Depressionen. Sie hilft Betroffenen, negative Denkmuster und Grundannahmen zu erkennen und zu verändern, die zur Aufrechterhaltung der Depression beitragen. Durch Aktivitätsaufbau lernen Patienten, sich schrittweise wieder angenehmen Tätigkeiten zuzuwenden und aus dem Teufelskreis von Rückzug und Niedergeschlagenheit auszubrechen. Zudem vermittelt die Therapie konkrete Bewältigungsstrategien im Umgang mit schwierigen Emotionen wie Einsamkeit, Schuld oder Traurigkeit.


Lässt sich auch eine rezidivierende Depression verhaltenstherapeutisch behandeln?

Ja, auch bei chronischen Depressionen zeigt die kognitive Verhaltenstherapie nachweislich Erfolge. Ich arbeite dabei gerne mit achtsamkeitsbasierten Verfahren wie die MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy nach Segal & Teasdale). Hierbei wird die kognitive Verhaltenstherapie mit Achtsamkeitsmeditationen nach Jon Kabat-Zinn kombiniert. Achtsamkeitsbasierte Ansätze helfen aus dem Grübelkreislauf auszubrechen: Betroffene lernen, negative Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten oder zu bekämpfen. Letztlich entsteht durch eine regelmäßige Achtsamkeitsübung eine beobachtende Distanz zu depressiven Denkmustern („Ich bin nicht meine Gedanken“). Ein weiterer Schwerpunkt ist dabei das Erkennen von Frühwarnsignalen, wodurch Rückfälle schneller erkannt werden können.


Wie lassen sich Panikattacken behandeln?

Bei Panikattacken lernen Betroffene zunächst, körperliche Symptome (z.B. Herzrasen, Schwindel) richtig einzuordnen und auftretende Katastrophengedanken zu hinterfragen. Durch Atemtechniken und Entspannungsverfahren können akute Angstzustände besser bewältigt werden. Ein zentraler Baustein ist die Expositionsbehanldung? Exposition: Patienten konfrontieren sich kontrolliert den gefürchteten Körperempfindungen aus, um zu erfahren, dass diese harmlos sind. Dadurch wird die Angst vor der Angst schrittweise abgebaut. Die Expositionsbehandlung ist bei Angststörungen sehr wirksam.


Welche Erfolge lassen sich durch die kognitive Verhaltenstherapie bei Zwängen erzielen?

Die Verhaltenstherapie gilt als Behandlung der ersten Wahl bei Zwangsstörungen. Das zentrale Verfahren ist die Exposition mit Reaktionsverhinderung: Betroffene setzen sich den angstauslösenden Situationen aus, führen aber das Zwangsritual bewusst nicht aus. Dadurch erfahren sie, dass die befürchtete Katastrophe nicht eintritt. Zusätzlich werden dysfunktionale Überzeugungen bearbeitet. Viele Patienten erleben eine deutliche Reduktion der Zwangssymptome.

Welche verhaltenstherapeutischen Ansätze gibt es bei Burn-out (Erschöpfungszuständen)?

Bei Burnout werden zunächst die Stressoren und Überlastungsfaktoren analysiert. Betroffene lernen Stressbewältigungstechniken wie Entspannungsverfahren, Zeitmanagement und das Setzen realistischer Prioritäten. Ein wichtiger Punkt ist häufig die Arbeit an perfektionistischen Ansprüchen und der eigenen Abgrenzungsfähigkeit. Der Aufbau erholsamer Aktivitäten und die Wiederherstellung der Work-Life-Balance sind zentral.