Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat auf Drängen des GKV-Spitzenverbandes die Vergütung ambulanter Psychotherapie um 4,5 Prozent abgewertet – ein Schlag ins Gesicht für gesetzlich Versicherte, die bereits jetzt monatelang auf einen Therapieplatz warten müssen. Trotz steigender gesetzlicher Krankenkassenbeiträge verschlechtert sich die Versorgungssituation weiter.
Zur Petition: Monatelange Wartezeiten – und jetzt werden Leistungen gekürzt?
Warum diese Kürzung inakzeptabel ist
Die Krankenkassen entziehen der ambulanten Versorgung psychisch Erkrankter damit jährlich einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Doch was bedeutet das konkret?
Minimale Entlastung für Kassen – maximale Belastung für Betroffene
Psychotherapeutische Leistungen verursachen lediglich 1,1 % der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Kürzung um 4,5 % bewirkt für die Krankenkassen eine Einsparung von gerade einmal 0,05 % – ein halbes Promille ihrer Gesamtausgaben. Diese minimale Entlastung wird auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen.
Es geht nicht um „Wertschätzung“ – es geht um Existenzsicherung
Niemand würde in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stillschweigend eine derart drastische Kürzung der Kaufkraft akzeptieren. Psychotherapeut*innen sind Fachkräfte mit langjähriger Ausbildung, die Menschen in existenziellen Krisen begleiten. Diese Kürzung gefährdet nicht nur ihre wirtschaftliche Grundlage, sondern vor allem das Therapieangebot selbst.
Was das für Sie als Patient*innen bedeutet
Die Versorgungssituation wird sich weiter verschärfen. Bereits jetzt warten Betroffene monatelang auf einen Therapieplatz. Wenn Praxen schließen oder keine neuen Patient*innen mehr aufnehmen können, weil sich die Arbeit nicht mehr trägt, leiden diejenigen, die dringend Hilfe brauchen. Die jahrzehntelange Benachteiligung der ambulanten Psychotherapie muss ein Ende haben.
Jetzt aktiv werden!
Setzen Sie ein Zeichen gegen diese unverantwortliche Kürzungspolitik. Unterschreiben Sie die Petition auf change.org und fordern Sie eine angemessene Versorgung psychisch erkrankter Menschen:
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Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Seite der DPTV.