In meiner Praxis in Köln für Privatversicherte und Selbstzahler:innen habe ich mich u.a. auf die Behandlung von Depressionen spezialisiert. Die Prognose ist umso besser, je früher mit der Behandlung begonnen wird. Ein frühzeitiger Therapiestart beugt einer Chronifizierung vor und verkürzt den Leidensweg erheblich.
Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, wo Sie stehen, ob die Kriterien für eine Depression erfüllt sind und welche Unterstützung Sie benötigen.
Depressionen sind die zweithäufigste psychische Erkrankung in Deutschland. Nicht jede Niedergeschlagenheit ist gleich eine Depression: Alltägliche Stimmungsschwankungen sind natürlich und gehören zum Leben dazu. Eine depressive Episode hingegen zeichnet sich durch anhaltende Symptome über mindestens zwei Wochen aus – wie tiefe Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit oder Schlafstörungen. Zudem beeinträchtigen die Beschwerden den Alltag deutlich.
Beschwerden einer Depression
Zu den Symptomen einer Depression gehören:
- gedrückte depressive Stimmung, Interessenlosigkeit oder Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit
- Schuldgefühle, Gefühle von Wertlosigkeit,Hoffnungslosigkeit
- Müdigkeit, Schlafstörungen, veränderter Appetit sowie psychomotorische Unruhe
- Gedanken an den Tod werden von einem Teil der Betroffenen ebenfalls beschrieben.
„Sich selbst zu vergeben macht die Welt besser. Du wirst kein besserer Mensch, wenn du denkst, du wärst schlecht.“
– Matt Haig, Autor
„Morgen ist leider auch noch ein Tag, irgendwie hatte ich
– Tobi Katze, Autor
von meiner Depression mehr erwartet.“
Ursachen der Depression
Wie bei vielen psychischen Erkrankungen sind bei Depressionen verschiedene Faktoren an der Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung beteiligt.
- Biologische Einflüsse spielen dabei eine gewichtige Rolle. Depressionen treten familiär gehäuft auf; Verwandte ersten Grades von erkrankten Personen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst an Depressionen zu erkranken.
- Aber auch Jahreszeiten (die sogenannte Winterdepression) sowie hormonelle Veränderungen im Wochenbett oder in den Wechseljahren können Depressionen mit bedingen.
- Psychosoziale Faktoren wie Arbeitslosigkeit, Trauer, soziale Isolation oder chronische Erkrankungen tragen ebenfalls zur Entstehung und Aufrechterhaltung depressiver Episoden bei.
Psychotherapie der Depression
Die aktuelle S3-Leitlinie für unipolare Depression empfiehlt eine psychotherapeutische Behandlung als Mittel der Wahl. In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Köln arbeite ich in der Behandlung von Depressionen gerne mit Techniken der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) sowie mit schematherapeutischen Interventionen.
Schematherapie der Depression
Die Schematherapie versteht Depression als Folge von ungünstigen Lebensmustern (Schemata), die meist in der Kindheit durch unerfüllte emotionale Grundbedürfnisse entstanden sind. Typische depressionsrelevante Schemata sind etwa „Ich bin nicht liebenswert“, „Ich bin ein Versager“ oder „Meine Bedürfnisse zählen nicht“. In der Therapie werden diese tief verwurzelten Überzeugungen identifiziert und ihre biografischen Ursprünge nachvollziehbar gemacht. Durch erlebnisorientierte Techniken wie Stühlearbeit oder Imaginationen werden dysfunktionale Bewältigungsmodi (z.B. der überkritische innere Antreiber) bearbeitet und gesunde Anteile gestärkt. Ziel ist es, die alten Schutzmechanismen zu verstehen, neue emotionale Erfahrungen zu ermöglichen und so eine nachhaltige Veränderung der Selbstwahrnehmung zu erreichen.
Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) der Depression
Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie geht davon aus, dass Depression oft durch den Versuch entsteht, unangenehme Gefühle und Gedanken zu vermeiden oder zu kontrollieren. Dies führt paradoxerweise zu noch mehr Leid. Anstelle gegen depressive Beschwerden anzukämpfen, lernen Betroffene in der ACT, schwierige innere Erfahrungen anzunehmen, ohne sich von ihnen bestimmen zu lassen. Zentral ist die Arbeit an psychologischer Flexibilität – die Fähigkeit, auch bei belastenden Gefühlen im Kontakt zu bleiben und dennoch werteorientiert zu handeln. Durch Achtsamkeitsübungen und Defusionstechniken wird die Identifikation mit negativen Gedanken gelockert, sodass diese weniger Macht über das Verhalten gewinnen. Die Therapie fokussiert sich darauf, persönliche Werte zu klären und konkrete Schritte in Richtung eines erfüllten Lebens zu gehen – auch wenn die Depression noch präsent ist.
Medikamentöse Therapie der Depression
Medikamente (z.B. SSRIs) können ebenfalls ergänzend sinnvoll sein. Die S3-Leitlinie „Unipolare Depression“ empfiehlt bei mittelgradigen und schweren depressiven Episoden eine medikamentöse Therapie mit einem Antidepressivum. Die Auswahl des Medikaments erfolgt unter Berücksichtigung der Patientenpräferenz, der Verträglichkeit, des Nebenwirkungsprofils und gegebenenfalls früherer Therapieerfahrungen.
Häufig eingesetzte Antidepressiva umfassen:
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie Citalopram, Escitalopram, Sertralin und Paroxetin gelten als Mittel der ersten Wahl.
Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) wie Venlafaxin, Duloxetin, Milnacipran und Reboxetin werden ebenfalls häufig verschrieben.
Depressionen und Komorbidität
Depressionen treten häufig komorbid mit anderen psychischen Erkrankungen auf, welche die Symptomatik und den Verlauf erheblich beeinflussen können. Häufige Komorbiditäten umfassen Angststörungen, Suchterkrankungen aber auch Zwangsstörungen. Diese sollten in der Therapie gezielt mitbehandelt werden.
Selbsthilfe & Literaturempfehlungen
- Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe
- Informationen der deutschen Depressionshilfe
- Selbsttest der deutschen Depressionshilfe
- Informationsportal Neurologen und Psychiater zu Depressionen
Sie haben Interesse an einer therapeutischen Zusammenarbeit? Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.
Häufig gestellte Fragen zu Depressionen
Eine Depression erkennen Sie an folgenden Symptomen, die über mindestens zwei Wochen anhalten und Ihren Alltag deutlich beeinträchtigen. Die drei Hauptsymptome sind anhaltende gedrückte Stimmung, Interessenverlust oder Freudlosigkeit sowie Antriebsmangel. Zusätzlich können Konzentrationsstörungen, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Schlafstörungen, Appetitveränderungen und in schweren Fällen Suizidgedanken auftreten. Wenn Sie mehrere dieser Symptome bemerken, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Wenden Sie sich z.B. an Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder kontaktieren Sie mich direkt für ein Erstgespräch in meiner Praxis in Köln.
In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Köln behandle ich Depressionen nach den aktuellen S3-Leitlinien. Die Behandlung fußt auf drei Säulen:
1. Eine Psychotherapie ist laut S3-Leitlinie das Mittel der Wahl bei leichten bis mittelgradigen Depressionen. Bewährte Verfahren sind kognitive Verhaltenstherapie, Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), interpersonelle Therapie sowie tiefenpsychologische Verfahren. In der Therapie lernen Sie, belastende Denkmuster zu erkennen, mit schwierigen Gefühlen umzugehen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
2. Eine medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva (meist SSRIs oder SNRIs) wird bei mittelgradigen bis schweren Depressionen empfohlen, idealerweise in Kombination mit Psychotherapie. Die Medikamente wirken auf die Botenstoffe im Gehirn. Sie können Symptome wie Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und gedrückte Stimmung lindern.
3. Weitere Maßnahmen umfassen regelmäßige körperliche Aktivität (nachweislich antidepressiv wirksam), Lichttherapie bei saisonaler Depression, Schlafhygiene, soziale Aktivierung sowie in schweren Fällen auch eine stationäre oder tagesklinische Behandlung.
Die Prognose bei Depression ist grundsätzlich gut. Bei konsequenter Behandlung erreichen rund 60–75 % der Patienten eine deutliche Besserung oder eine Remission. Bei mittelschweren bis schweren Depressionen erzielt die Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten die besten Ergebnisse. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser ist die Prognose – ein frühzeitiger Therapiestart verkürzt die Krankheitsdauer und beugt einer Chronifizierung vor.
In meiner Praxis in Köln biete ich auch eine Rückfallprophylaxe an, um die langfristige Stabilität zu sichern. Die Therapiedauer variiert individuell – bei leichten Depressionen ist oft eine Kurzzeittherapie von bis zu 24 Sitzungen hinreichend. Bei schweren oder chronischen Verläufen kann eine längere Behandlung sinnvoll sein. In meiner Kölner Praxis begleite ich Sie durch den gesamten Behandlungsprozess – von der Diagnostik bis zur erfolgreichen Bewältigung Ihrer Depression.
– Regelmäßige körperliche Aktivität ist eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen.
– Soziale Kontakte zu pflegen ist entscheidend. Menschen mit stabilen sozialen Beziehungen haben ein deutlich geringeres Depressionsrisiko.
– Stressbewältigung und Achtsamkeit helfen. Techniken wie Meditation, progressive Muskelentspannung oder Yoga können dabei helfen, mit Belastungen besser umzugehen. Achtsamkeitsbasierte Programme senken nachweislich das Rückfallrisiko bei bereits behandelten Depressionen.
– Gesunder Schlaf ist wichtig. Regelmäßige Schlafenszeiten, ausreichend Schlaf (7-9 Stunden) und eine gute Schlafhygiene senken das Depressionsrisiko.
– Frühzeitige Hilfe suchen: Wenn Sie erste Anzeichen einer Depression bemerken, zögern Sie nicht, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Depression ist eine eigenständige psychische Erkrankung. Burnout hingegen ist keine eigenständige Diagnose, sondern bezeichnet einen Zustand chronischer Erschöpfung.
Burnout entsteht durch anhaltende Überlastung – meist am Arbeitsplatz, aber auch durch Care-Arbeit, die Pflege von Angehörigen oder andere dauerhafte Belastungen. Typisch sind emotionale Erschöpfung, Zynismus und ein vermindertes Leistungsvermögen. Der Hauptunterschied: Bei Burnout sind die Beschwerden meist auf den belastenden Kontext bezogen – Betroffene können in anderen Bereichen noch Freude empfinden. Bei Depression durchzieht die Freudlosigkeit alle Lebensbereiche. Burnout kann jedoch in eine Depression übergehen, wenn die Belastung anhält.